Blog mit Tipps, Anregungen & Impulsen für's Familienleben

17.11.2017
Momenterl
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Heute geht's um die Hände, vielmehr um die Händigkeit, also, ob Euer Kind ein Rechts- oder ein Linkshänder ist, woran man es erkennen kann im Alltag und auch, warum es sinnvoll ist die "andere" Hand immer wieder zu fordern, jedoch nicht umzutrainieren. Und auch darum, was das mit Achtsamkeit und Konzentration zu tun hat. Die Händigkeit von Kindern entscheidet sich meistens im Vorschuljahr bzw. lässt sie sich erst dann mit großer Wahrscheinlichkeit von außen erkennen. Bis dahin sollten Kinder die Möglichkeit haben mit beiden Händen nach ihrem eigenen Gefühl zu hantieren. Links und rechts zu unterscheiden ist für Kinder nicht immer leicht. Ein Trick hilft dabei: die Linie von Zeigefinger und Daumen bildet ein "L" für links, so können sich Kinder die Seite leichter merken und der Rest erklärt sich von selbst 😉 Zum Glück sind die Zeiten vorbei, als Kinder noch umgelernt wurden, also Linkshänder auf rechts getrimmt wurden. Denn wie sich durch Studien erwiesen hat, geht es hier nicht nur um die Händigkeit sondern vor allem um viele Prozesse der beiden Gehirnhälften. Ein Mensch der also für die eine Seite bestimmt ist (hirnmäßig gesehen) und dann aber auf die andere Seite umlernen soll, also entgegen seiner natürlichen Prägung hineingezwungen wird, kann immense Probleme beim Schreiben aber auch beim Lernen entwickeln, da dadurch die Synapsenbildung und -verschaltung in Hohem Maße gestört wird. Trotzdem ist es sinnvoll, beide Hände immer wieder zu fordern und z. B. auch als Erwachsener mal etwas mit der anderen Hand zu machen. Also ein Rechtshänder, der mal etwas mit links macht (ein Glas einschenken bspw.). Warum? Weil uns das in unserer Achtsamkeit schult und auch, wenn dies freiwillig geschieht, das Gehirn trainiert. Aber eben eher als Spiel verstanden. Auch Kinder haben großen Spaß daran solche „Geschicklichkeitsspiele“ zu üben. Mal was mit der anderen Seite Malen, Auffädeln, Einräumen usw. Die ungewohnte Seite mal bewusst einsetzen kann eine tolle Übung sein, zur Ruhe zu kommen, sich besser zu konzentrieren und auch die Körpergeschicklichkeit zu schulen für klein und groß. Hier noch ein Link zu Instagram Wie erkenne ich, dass mein Kind rechts bzw. links veranlagt ist? Immer wieder im Alltag beobachten, welche Hand aktiver ist. Dem Kind Dinge so anbieten, dass sie in der Körpermitte liegen und wahrnehmen, welche Hand häufiger danach greift. Bei Babys übrigens aber, zum Greifen lernen, immer zuerst die einzelnen Körperseiten anregen, also mal was rechts anbieten und das nächste Mal links. Wenn das Greifen, also die motorische Fähigkeit der Hand gut geübt ist, kann etwas auch mittig gereicht werden und später könnt ihr auch beobachten, dass die Babys über die Körpermitte hinweggreifen, hieran lässt sich erkennen, dass zwischen den Gehirnhälften eine weitere Verbindung entstanden ist. Die meisten Menschen sind Rechtshänder, deshalb ist unsere Welt auch eher auf diese Händigkeit ausgerichtet. Allerdings gibt es zum Glück mittlerweile viele Dinge, gerade für die Grundschulzeit, die es den Linkshändern erleichtern: Stifte mit linksgeführter Griffform, Lineale in umgekehrter Skalierung, Scheren u. v. m. Nutzt diese Mittel, wenn ihr ein linkshändiges Kind habt, denn es wird so noch mehr Freude an der Schule haben, wenn es zum Lernen solche Hilfen an die Hand bekommt. Welche Erfahrungen habt ihr persönlich mit Eurer Händigkeit? Und welche bei Euren Kindern? Habt ihr Fragen hierzu? Eure Mäggi

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